Geschichtswerkstatt Mahndorf

Die Geschichtswerkstatt Mahndorf gründete sich im Herbst 1982.
Zur Mahndorfer Geschichte:
In den Jahren 1936 – 39 fanden in Mahndorf  intensive Ausgrabungen statt, viele der Fundstücke (250 n.Christus) sind im Focke Museum ausgestellt.1953 verfasste Ernst Grohne ein ausführliches Buch mit fast 400 Seiten über die Ausgrabungen.1939 wurde Mahndorf zu Bremen eingegliedert, wie auch Arbergen und Hemelingen. Im Jahre 2014 blicken wir dann auf 75 Jahre zurück, ein Grund für ein neues Projekt.
Der Schwerpunkt der Geschichtswerkstatt ist aber die Aufarbeitung des Lagerlebens für ZwangsarbeiterInnen, es gab 4 Lager in Mahndorf. Ein Teil der Baracken stehen noch am Bahnhof, sind aber vom Verfall bedroht. Trotz vieler Zusagen gab es keine konkrete Hilfe einen Teil der Baracken zu erhalten. Ein weiteres Thema sind die Jahre ab 1900, eben das Leben der „kleinen“ Leute im Ortsteil.
Bisher wurden 3 eigene Broschüren herausgegeben.

Öffnungszeiten:
Zurzeit keine festen Öffnungszeiten der Geschichtswerkstatt.

Termine nach Absprache mit Thomas Prieser

Neben dem Ort für ein stetig wachsendes Archiv an Dokumenten und Bildern zur Geschichte des Stadtteils ist das Bürgerhaus Mahndorf auch ein Treffpunkt für den Arbeitskreis Bremer Archive. 

Arbeitskreis Bremer Archive

Der Arbeitskreis der Bremer Archive trifft sich meistens monatlich dienstags in verschiedenen Einrichtungen, in der Zeit von 15.00 bis ca.18.00 Uhr. Die Sitzungen finden in Rotation in den verschiedenen Archiven statt. Am 12. März 2013 fand das Treffen im Bürgerhaus statt. Nach einer Führung durch das Haus ging es nach der Sitzung zum Lager am Bahnhof. Im Juni wurde das Motto für den Tag der Archive 2014 „Frauen-Männer-Macht“ bekanntgegeben. Am 28. August besuchte die Fotografin Mareike Brugger (vom LIS ) das Bürgerhaus, um die Geschichtswerkstatt für den neuen gemeinsamen Webauftritt der Bremer Archive zu fotografieren.

Im Arbeitskreis Bremer Archive haben sich über 40 verschiedene Archive der Stadt zusammengeschlossen. Das Spektrum umfasst institutionelle und freie, lokal und international bedeutsame Archive; es reicht vom Staatsarchiv über die Archive in Kultur-, Bildungs- und Forschungseinrichtungen bis zu den (Bürgerhaus) Stadtteil- und Heimatarchiven. Vielfach handelt es sich um kleine, Ein- oder Zwei-Personen-Archive, von denen einige ehrenamtlich geführt werden.
Zentrale Aufgaben des Arbeitskreises ist die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, u.a. gestalten wir den bundesweiten "Tag der Archive" gemeinsam, und die gegenseitige Unterstützung in archivischen Fragen. 

Der Arbeitskreis hat das Ziel, die Bedeutung der Archive für die kulturelle Vielfalt Bremens herauszustellen und ihre Funktion als historische Zentren, die allen interessierten Menschen offen stehen, sichtbar zu machen.

AKTUELLE AUSSTELLUNG

"Archivsplitter - Mobilität im Wandel"

Eine Ausstellung des Arbeitskreises Bremer Archive zum "Tag der Archive" (5.+6. März) in Kooperation mit

SCHUPPEN EINS - Zentrum für Automobilkultur und Mobilität

Konsul Smidt-Str. 20-26

www.schuppeneins.de

 

Eröffnung: Freitag, 4. März 2016, 18:00 Uhr, SCHUPPEN EINS

Laufzeit: 5.-13. März 2016

Öffnungszeiten: Mo-Fr. 12-18 Uhr, Sa+So 10 - 18:00 Uhr

Eintritt frei.

Details  und weitere Veranstaltungen siehe: www.bremer-archive.de

und der Flyer zur Ausstellung:

Flyer zur Ausstellung Archivsplitter - Mobilität im Wandel"
AK_Archive_Mobilitaet_Flyer 2016.pdf
Adobe Acrobat Dokument 3.1 MB

In der Ausstellung sind auch Beiträge aus der Geschichte der Ortsteile Mahndorf, Arbergen und Hemelingen vertreten, zusammengetragen von Thomas Prieser. Zum Beispiel dieser: 

 

Als die Ortsteile Mahndorf, Arbergen und Hemelingen noch zu Achim gehörten.

„Mein Name ist Diedrich Sengstack, ich bin am 12.August 1897 in Hastedt geboren, später wohnhaft in Hemelingen, Kr. Achim. Wir wohnten in der Karlstraße 64, der späteren Christernstraße. Von Beruf bin ich Eisendreher, eine sehr anstrengende Arbeit. Mein Vater war Kutscher bzw. Bierausbringer. Am 13. September 1922 machte ich meinen Führerschein und bin ermächtigt einen Kraftwagen mit Benzinmotor der Klasse 3b zu führen. Die 100,00 Mark habe ich an die Polizeikommission des Senats gezahlt und die Wertmarke auf meinen neuen Führerschein geklebt. Seit dem 1. August 1933 konnte ich auch Verbrennungsmaschinen der Klasse 2 führen, beglaubigt wurde alles bei der Polizeidirektion Abtlg. III in Bremen“.

„Der Bruder meiner Frau, Diedrich Rengstorf hatte ein Droschkenunternehmen in Bremen. Er fragte mich, ob ich denn nicht lieber für ihn arbeiten möchte. So wurde auch ich Fahrer einer Droschke.“ Hier und da fuhr ich auch in den alten Ortsteilen Mahndorf, Arbergen und Hemelingen. Zumeist stand ich aber am Bremer Hauptbahnhof.

„Im August 1930 ging es für mich erstmalig ins Ausland, so beantragte ich einen Reisepass beim zuständigen Landrat in Achim. Am 26. August erhielt ich den unterschriebenen Pass vom Landrat Müller in Achim*. Die Verwaltungsgebühr in Höhe von 3,00 Reichsmark beglich ich an der Hauptkasse. Am 30. August 1930 war es dann soweit. Meine erste Fahrt mit Gästen ging nach Hirschenstand in die Tschechoslowakei. Hirschenstand, eine Sommerfrische mit 1020 Einwohnern, liegt unmittelbar an der Reichsgrenze gegen Sachsen hin und ist einer der höchstgelegenen Orte des Bezirkes Graslitz (970 m). Bemerkenswert ist der kuppelförmige Hirschkopf mit dem Hirschkopffelsen, von dem der Ort seinen Namen ableitet. Die Fahrt ging über Hannover, Braunschweig, Magdeburg über Chemnitz nach Hirschenstand**."

 

 *  Mahndorf, Arbergen, Hemelingen gehörte bis 1939 zum Land Achim.

** Heute Jeleni, Tschechische Republik

 

ÖFFNUNGSZEITEN

 

Café: Mo. - Do. i.d.R. von 9-22:00 Uhr, Fr. 9 - 18:00 Uhr. Sowie zu Veranstaltungen.

Veranstaltungen: Siehe Programm.

 

Gruppen- und Kursräume: Siehe unter Gruppen & Kurse

 

Leitungsbüro: Mo. - Fr. 9-12:00 Uhr und nach tel. Vereinbarung

 

Verwaltung:

Mo., Mi, Do, Fr.: 9-12:00 Uhr

 

 

Telefon: 0421 - 4858-15

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